Glossar
Unsere Trainingspläne enthalten gebräuchliche Begriffe aus dem Schwimm- und Trainingsumfeld.
Hier erhältst du eine Übersicht der benutzen Begriffe und Abkürzungen:
"Mit Druck"
"Mit Druck"
Wenn innerhalb einer Wiederholung oder Serie einzelne Abschnitte etwas schneller geschwommen werden sollen.
1 Arme/ 2 Beine
1 Arme/ 2 Beine
Armbewegung und Beinbewegung werden voneinander "entkoppelt". Ein Armzug wird mit zwei Beinschlägen im Wechsel geschwommen.
25m-Serien auf der 50m-Bahn
25m-Serien auf der 50m-Bahn
Wenn Serien aus der Wiederholung kurzer Strecken (z.B. 8 x 25m Kr) bestehen, werden die Pausen auf der langen Bahn einfach in der Bahnmitte absolviert.
2er-Beinschlag
2er-Beinschlag
Zwei Bein-Kicks pro komplettem Armzug. Große Amplitude. Dient vorwiegend der Stabilisierung der Wasserlage.
6er-Beinschlag
6er-Beinschlag
Sechs Bein-Kicks pro komplettem Armzug. Kleine Amplitude. Dient neben der Stabilisierung der Wasserlage auch dem Vortrieb.
Aktive Erholung
Aktive Erholung
Erholung zwischen zwei Serien nicht als passive Pause, sondern durch ruhiges und langsames Schwimmen.
Altdtsch-Rü
Altdeutsch-Rückenschwimen
Brustbeinschlag in Rückenlage in Kombination mit einem Rückenarmzug, bei dem beide Arme zeitgleich bewegt werden.
Br
Brust
Dauerschwimmen
Dauerschwimmen
Eine längere Strecke wird ohne Unterbrechung geschwommen. Der Umfang wird dabei über die Schwimmzeit bestimmt: Z.B. 10min Dauerschwimmen.
De
Delphin
De-Abschl.
Delphin-Abschlag
Delphin-Gesamtbewegung. Der Armzug wird dabei aber mit nur einem Arm ausgeführt. Der zweite Arm liegt ausgestreckt vor dem Kopf. Der Körper ist leicht auf die passive Seite gerollt. Wenn der ziehende Arm nach einer bestimmten Zahl an Zügen am ruhenden Arm "abschlägt" wechseln die Arme ihre Funktion. 2re-2li -2GB bedeutet z.B. Zwei Armzüge mit dem linken Arm wechseln sich mit zwei Armzügen mit dem rechten Arm und zwei Zügen Gesamtbewegung ab.
De-Sprünge
Delphin-Sprünge
Vom Beckenboden nach vorn oben abspringen und mit Armen und Kopf voran wieder ins Wasser eintauchen. Mit den Händen den Boden suchen und zum nächsten Sprung abdrücken (Wassertiefe bis max. 2m). Dort wo das Wasser tiefer ist Kraul oder De-Abschlag anstatt der De-Sprünge.
Differenzierungsfähigkeit
Differenzierungsfähigkeit
Unter Differenzierungsfähigkeit versteht man die Fähigkeit zur Feinkoordination. Die Differenzierungsfähigkeit äußert sich z.B. in einem guten Wassergefühl. Sie lässt sich z.B. durch das "Spielen mit dem Wasserwiderstand" trainieren (Armzug mit offenen oder geschlossenen Fingern)
GB
Gesamtbewegung
Armzug, Beinschlag und Atmung werden der jeweiligen Schwimmart entsprechend gekoppelt und als "normale" Gesamtbewegung (z.B. normales Brust- oder Kraulschwimmen)
HuPa
Hundepaddeln
In Bauchlage werden die Arme alternierend unter Wasser bewegt. In der Zugphase werden die Hände dabei wie beim Kraulschwimmen unter dem Körper bis zur Hüfte durchgezogen, das Vorbringen der Arme erfolgt aber ebenfalls unter der Wasseroberfläche. Der Kopf bleibt stets über Wasser, die Beine führen einen normalen Kraul-Beinschlag aus.
Hypoxietraining
Hypoxietraining
Hypoxietraining bedeutet das Training unter Sauerstoffmangel. Die durch einen verlängerten Atemrhythmus (z.B. 8er-Zug) erzwungene Hypoxie hat zwar keinen nachgewiesenen physiologischen Effekt wie z.B. beim Höhentraining. Die Methode eignet sich aber gut dazu ein gewollt langsames Schwimmtempo zu "erzwingen" . Außerdem dient diese Form des Trainings der Vorbereitung auf die bei Freiwasserrennen häufig auftretenden Situationen subjektiver Atemnot (z.B. beim Massenstart), die vor allem für weniger gut trainierte Schwimmer ein großes Probleme darstellen.
Ile de Fonso
Ile de Fonso
Die Kombination eines Brust-Tauchzugs unter Wasser und eines Brust-Zugs über Wasser.
Kopplungsfähigkeit
Kopplungsfähigkeit
Unter Kopplungsfähigkeit versteht man die Fähigkeit, Teilkörperbewegungen (z.B. der Arme und der Beine) untereinander zu koordinieren. Dies lässt sich u.a. auch durch die Kopplung von Teilbewegungen unterschiedlicher Schwimmarten trainieren.
Kr
Kraul
Kr-Abschl.
Kraul-Abschlag
Kraul-Gesamtbewegung. Der vor dem Kopf ruhende Arm beginnt die Zugbewegung erst nachdem er vom aktiven Arm "abgeschlagen" worden ist.
Kr-Faust
Kraul-Faust
Kraul-Gesamtbewegung. Die Hand wird dabei mit zur Faust geschlossenen Fingern durchs Wasser geführt.
Kr-offene Hand
Kraul offene Hand
Kraul-Gesamtbewegung. Die Hand wird dabei mit weit gespreizten Fingern durchs Wasser geführt.
La
Lagen
Alle 4 Schwimmarten in der Reihenfolge Delphin-Rücken-Brust-Kraul
La-Wechsel
Lagen-Wechsel
Jede Teilstrecke ist in zwei Lagen aufgeteilt. Der Lagenwechsel erfolgt auf halber Strecke. Die nach einer Pause folgende Teilstrecke wird mit der Schwimmart begonnen, mit der die vorhergehende beendet wurde. Z.B. 4 x 50 La-Wechsel: 25 De + 25 Rü - Pause - 25 Rü + 25 Br - Pause - 25 Br + 25 Kr - Pause - 25 Kr + 25 De.
lo
locker
"Subjektives Wohlfühltempo", dient auch der aktiven Erholung.
max
maximal
Höchstmögliches Tempo.
Mini-La
Mini-Lagen
Lagenschwimmen. Die Schwimmart wird nach jeweils 12,5m gewechselt
Rhythmisierungsfähigkeit
Rhythmisierungsfähigkeit
Unter Rhytmisierungsfähigkeit versteht man die Fähigkeit, einen vorgegebenen Rhythmus motorisch zu reproduzieren (z.B. betone jeden 3. Armzug oder wechsele zwischen 2er oder 6er Beinschlag).
Rü
Rücken
Schnelle Wand
Schnelle Wand
Trainingsform, bei der schnell gewendet und vor und nach jeder Wende ca. 5m maximales Tempo geschwommen wird.
Serie
Serie
Häufig werden mehrere Serien einer Übung geschwommen. Dann folgt auf die letzte Wiederholung einer Serie eine (in der Regel längere) Serienpause.
Stabis
Rumpfstabilisationsübungen
Eine hohe Stabilität im Rumpfbereich ist nicht nur beim Laufen, sondern auch beim Schwimmen eine wichtige Vorraussetzung für hohe Maximalgeschwindigkeiten und eine gute Schwimmökonomie. Kurze Kräftigungsübungen am Beckenrand direkt vor einem Sprint (z.B. 20 Situps) können helfen, ein Gefühl für die Rumpfstabilität zu entwickeln.
TB
Teilbewegung
Es wird nur ein Teil der Gesamtbewegung (z.B. nur der Beinschlag) ausgeführt.
Tempo
Tempo
Die Schwimmgeschwindigkeit ist in der Regel in Minuten und Sekunden pro Wiederholung angegeben. In einigen Fällen auch als selbsterklärende qualitative Tempoangabe (z.B. "ruhiges Tempo").
TÜ
Technische Übungen
Im Rahmen des Techniktrainings sollen grundlegende koordinative Fähigkeiten optimiert werden um die Maximalgeschwindigkeit zu steigern und die Schwimmökonomie zu verbessern. Technische Übungen schulen u.a. die Kopplungsfähigkeit, die Rhythmisierungsfähigkeit, die Differenzierungsfähigkeit oder die Beweglichkeit.
WaBa-Kr
Wasserball-Kraul
Kraul Gesamtbewegung. Der Kopf bleibt die ganze Zeit über der Wasseroberfläche.
Wiederholung
Wiederholung
In einer Serie werden mehrere Wiederholungen einer Übung nacheinander absolviert. Nach jeder Wiederholung ist eine Pause vorgesehen. 3 x 4 x 200 Kr bedeutet also 3 Serien mit jeweils 4 Wiederholungen einer 200m Kr-Strecke.
Wriggen
Wriggen
Schwimmen in Bauchlage mit lockerem Kraul-Beinschlag. Die Hände liegen auf Schulterhöhe neben dem Körper. Die Fingerspitzen sind zum Beckenboden gerichtet, der Ellenbogen ist dabei immer über der Hand. Durch kurze einwärts und auswärts gerichtete Wischbewegungen wird der Körper mit Hilfe des so entstehenden hydrodynamischen Lifts nach vorne gezogen. Durch Veränderung des Anstellwinkels der Hände lässt sich der Vortrieb optimieren.